#BSOpiquedame

PIQUE DAME

Aufzeichnung vom
Samstag, 10. Februar 2024
Nationaltheater

Komponist Pjotr I. Tschaikowski. Libretto von Modest I. Tschaikowski nach der gleichnamigen Erzählung von Alexander S. Puschkin.


Oper in drei Akten (1890)

In russischer Sprache. Mit deutschen und englischen Übertiteln. Neuproduktion.

Dauer ca. 3 Stunden 25 Minuten





Besetzung

Musikalische LeitungAziz Shokhakimov
InszenierungBenedict Andrews
BühneRufus Didwiszus
KostümeVictoria Behr
LichtJoachim Klein
ChoreographieKlevis Elmazaj
ChöreChristoph Heil
DramaturgieOlaf Roth
HermannBrandon Jovanovich
TomskiRoman Burdenko
Fürst JelezkiBoris Pinkhasovich
TschekalinskiKevin Conners
SurinBálint Szabó
TschaplizkiTansel Akzeybek
NarumowNikita Volkov
FestordnerAleksey Kursanov
Die GräfinVioleta Urmana
LisaAsmik Grigorian
PolinaVictoria Karkacheva
Die GouvernanteNatalie Lewis
MaschaDaria Proszek
Ein KinderkommandantOlga Surikova
Bayerisches Staatsorchester
Bayerischer Staatsopernchor
Kinderchor der Bayerischen Staatsoper

 

BESCHREIBUNG

Der junge usbekische Dirigent Aziz Shokhakimov ist als Musikalischer Leiter von Pique Dame 2023/24 erstmals an der Bayerischen Staatsoper zu erleben. Regisseur Benedict Andrews stellte sich bereits 2022/23 mit Così fan tutte an der Bayerischen Staatsoper vor. Er widmete sich zuletzt verstärkt seinen Filmprojekten: Seberg mit Kristen Stewart, der 2019 auf dem Filmfestival Venedig Premiere hatte, und zuvor Una mit Rooney Mara, der 2016 auf dem Telluride Film Festival gezeigt wurde. Als Hausregisseur der Sydney Theatre Company und später an der Schaubühne Berlin inszenierte Benedict Andrews vermehrt Neue Dramatik und britische Dramatik. Opernarbeiten zeigte er an Häusern wie De Nationale Opera, Amsterdam, der English National Opera, London, der Komischen Oper Berlin und Oper Frankfurt. Mit Kostümbildnerin Victoria Behr, die in der Kritikerumfrage der Zeitschrift Theater heute mehrfach als „Kostümbildnerin des Jahres“ ausgezeichnet wurde, verbindet ihn eine längere Zusammenarbeit. Neu ist die Kollaboration mit Rufus Didwiszus, von dem an der Bayerischen Staatsoper erstmals in der Spielzeit 2021/22 ein Bühnenbild zu sehen war, für Der Rosenkavalier in der Regie von Barrie Kosky.

 

INSZENIERUNG

Hinter das Geheimnis kommen, den Code knacken, den Schlüssel besitzen: Was treibt uns dazu an, dem Sog des Unbekannten zu verfallen, zu vergessen, was wir ursprünglich fühlten und wer wir sind? Alexander Puschkin legte mit Pique Dame 1834 eine russische Variante des Schauerromans vor. Mit starrem Blick fixiert darin sein Protagonist Hermann das Fenster, hinter dem Lisa sitzt. Während er der Gräfin, deren Gesellschafterin sie ist, das Geheimnis der drei Karten zu entlocken sucht, verwechselt Lisa seine Besessenheit mit Liebe. Pjotr I. Tschaikowski gestaltet den Untergang des Paares in seiner Oper umso drastischer, als er zu Beginn der Handlung die Möglichkeit eines glücklichen Lebens aufscheinen und beide selbstgewählt den Pfad der Entfremdung und Selbstzerstörung in Wahnsinn und Tod gehen lässt. Wie in einem Film noir zieht es die Figuren in der Inszenierung von Benedict Andrews in ihre eigenen Abgründe.